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St.Gallen-Appenzell mit 2 Niederlagen

13.04.2021

Die Ostschweizer finden nach der Wettkampfpause nur zum Teil zu ihrem Spiel
Die Freude über die Wiederaufnahme der Meisterschaft war über das Wochenende auf den Schweizer Badmintonfeldern sicht- und spürbar. Für die Protagonisten der Badmintonvereinigung wurde diese jedoch vor allem wegen der unglücklichen 3:5 Heimniederlage gegen Zürich am Samstag etwas getrübt. Gegen Yverdon blieben die Ostschweizer am Sonntag letztlich chancenlos. Kommenden Samstag endet die Hinrunde gegen Tabellennachbar La Chaux-de-Fonds.

Coach Thomas Heiniger zieht nach der ersten Doppelrunde seit Oktober letzten Jahres eine gemischte Bilanz, zollt jedoch gleichzeitig der Leistung der Gegnermannschaften grossen Respekt. Insbesondere auswärts gegen den top besetzten Herrenkader der Westschweizer lag nicht mehr drin für die Ostschweizer. Wehmütiger blickt Heiniger auf die etwas unglückliche Niederlage tags zuvor zuhause gegen Zürich, als in den Reihen der Badmintonvereinigung «die letzte Wettkampfhärte in gewissen Moment noch gefehlt hat».

Ausgeglichene Spiele und knappe Niederlagen
Der Punktverlust gegen Zürich schmerzt, insbesondere aufgrund der gedrängten Tabellensituation im Mittelfeld und somit im Kampf um die Playoffs. Dabei wäre für St. Gallen-Appenzell durchaus mehr drin gelegen. Im ersten Herrendoppel schlugen sich Jonas Schwarz und Roman Zirnwald über weite Strecken überraschend stark, trotz fehlender gemeinsamer Trainings und damit verbundener Abstimmung auf dem Feld. Am Ende unterlagen die Ostschweizer in vier Sätzen. Ebenfalls nur einen Satz konnten Mochamad Diaz und Michael Grevinga im zweiten Herrendoppel gegen die mit viel Power aufspielenden Indonesier Titon Gustaman und Azmy Gowimuramadhoni gewinnen. Hier zollten die Ostschweizer wohl der fehlenden Wettkampfpraxis Tribut. Weitaus knapper verpassten Aline Müller und Daniel Hedegaard im Mixeddoppel eine kleine Sensation, als sie gegen eine der besten Paarungen in der Schweiz eine exzellente Partie zeigten und erst im Entscheidungssatz an der Abgebrühtheit und Routine ihrer Gegner scheiterten. Und schliesslich unterlagen Jenjira Stadelmann und Aline Müller in einem hochstehenden Härtetest für die anstehende EM in Kiev denkbar knapp gegen die ebenfalls selektionierten Nadia Fankhauser und Iris Tabeling.

Rinoy Manavalan mit Leistungssteigerung
Enttäuschend endete der samstägliche Einsatz von Rinoy Manavalan. Der sonst konstant aufspielende Einzelspezialist in den Farben der Badmintonvereinigung konnte nach einem soliden Start den ersten Satz für sich entscheiden, fand in der Folge aber kein Vertrauen in sein Spiel und unterlag letztlich unerwartet gegen den Züricher Nachwuchsspieler Soen Rimmer. Dieses Vertrauen konnte Manavalan am Sonntag mit einem starken Spiel gegen Thibault Bernetti zurückgewinnen, als er einen der beiden Tagessiege für sein Team einfahren konnte. Den zweiten Erfolg steuerten Müller und Stadelmann mit einem souveränen Sieg gegen ein aufstrebendes Nachwuchsdoppel aus Yverdon bei.

Diaz chancenlos, Stadelmann angeschlagen
Die indonesische Nummer eins der Badmintonvereinigung fand am Sonntag im europäischen Spitzenspieler Mads Christophersen seinen Meister. Nach dem brillanten Auftritt am Vortag, fand er in Yverdon keine Antwort auf das variantenreiche Spiel seines Gegners. Das war man bisher vom agilen Leistungsträger nicht gewohnt, steht jedoch sinnbildlich für die hohe Qualität bei den Gastgebern. Unglücklich endete der Spieltag für Jenjira Stadelmann, welche nach intensivem Kampf gegen die aufstrebende Julie Franconville vor dem Entscheidungssatz die Folgen der letztwöchigen Operation zu stark spürte und Forfait geben musste.

Text: Nicolai Kozakiewicz
Fotos: Kurt Frischknecht