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Stadelmann und Müller gewinnen Silber

09.02.2018

Stadelmann und Müller gewinnen Silber

Ostschweizer überraschen an den Elite Schweizermeisterschaften

Damit hätten sie wohl selbst nicht gerechnet: die beiden jungen Spielerinnen der Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell gewinnen im Damendoppel sensationell Silber an den Elite Schweizermeisterschaften. Dabei profitieren sie unter anderem vom verletzungsbedingten Ausfall der an Nummer 1 gesetzten Paarung.

Nachdem in den letzten Jahren insbesondere die Männer der Badmintonvereinigung an den Badminton Schweizermeisterschaften für Aufsehen sorgten, waren vergangenes Wochenende mit Jenjira Stadelmann und Aline Müller zwei Damen für einen Exploit verantwortlich. Die beiden Stammspielerinnen der Badmintonvereinigung, die ungesetzt und mit bescheidenen Erwartungen ins Turnier starteten, scheiterten erst im Endspiel gegen die an Nummer drei gesetzten Burkart und Schaller.

Vor allem im Halbfinal top
Die Ostschweizerinnen errangen in der ersten Runde einen problemlosen Sieg gegen Lucky Losers, welche die verletzungsbedingt abwesende Nummer 1 ersetzten. Nach dem etwas glücklichen Dreisatzerfolg in der zweiten Runde beeindruckten Stadelmann und Müller im Halbfinal gegen die viertgesetzten Gegnerinnen und deklassierten diese gleich mit 21:17 und 21:11. Im Final verschenkten die nervös und unsicher auftretenden Ostschweizerinnen den ersten Satz. Den zweiten Durchgang dominierten sie über weite Strecken, führten zwischenzeitlich mit 17:13, bevor dann allerdings die späteren Siegerinnen sieben Punkte in Serie holten und kurz darauf mit 21:19 den Satz und somit die Meisterschaft für sich entschieden.

Nächstes Jahr Gold?
Trotz der verpassten Chance auf Gold ist die Silbermedaille letztlich eine grosse Genugtuung für die in letzter Zeit nationale sowie international sehr stark aufspielenden Nachwuchstalente. Nach dem dritten Rang im letzten Jahr gehören die beiden unbestritten zu den Anwärtern auf die Meisterschaft in den kommenden Jahren. Für einmal keine Medaille gab es für Thomas Heiniger und Dominik Bütikofer. Die beiden scheiterten im Doppel etwas überraschend bereits in der ersten Runde gegen das ungesetzte Doppel und nachmalige Zweite Scheiwiller/Orteu. Die restlichen Niederlagen erfolgten jeweils gegen stärker klassierte Gegner.

Autor: Nicolai Kozakiewicz
Foto: Kurt Frischknecht